Einricher Sozialdemokraten

Besuch in Obernhof – die Weichen sind auf Zukunft gestellt

Pressemitteilung

Dreifach überzeugende Eindrücke konnten Vertreter der SPD Rhein-Lahn und der SPD imNassauer Land von einem Informationsgespräch in Obernhof mitnehmen. Ortsbürgermeister Karl Friedrich Merz schilderte zunächst anschaulich, wie beginnend im Jahr 2009 ein monatlicher Bürgerstammtisch angestaute Probleme diskutiert und sich daraus einIdeenkatalog entwickelt habe. Die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft brachte zusätzliche Erkenntnis, ein Dorferneuerungskonzept und vordere Plätze auf Kreis- und Bezirksebene gaben die Motivation dafür, dass sich Obernhof schließlich alsSchwerpunktgemeinde bewarb. Bereits zum zweiten Mal konnte dieses Jahr die Bronze-Medaille auf Landesebene aus der Hand des Innenministers Roger Lewentz in Empfanggenommen werden. „Wir planen für die Zukunft und sind absolut positiv“, zieht Ortsbürgermeister Merz den Schluss. Was ihm besonders gefällt: „Die Leute ziehen nach Obernhof“. Leer stehende Häuser werden wieder genutzt, die Übernahmen brach liegender Objekte stehen in Aussicht. Ein herausragendes Beispiel, wie eine solche Übernahme vorbildlich gelingt, lernten die Sozialdemokraten gleich nach dem informativen Vortrag von Ortsbürgermeister Merz kennen.

Seit zwei Jahren ist Monique Thesing, die sich selbst als „Obernhofer Mädchen“ bezeichnet, mit ihrer Familie zurück. Als international erfahrene Hotelfachfrau führt sie das „Hotel am Goetheberg“ im ehemaligen „Lahncafe“. "Inhaber des Hauses ist mein Großvater, aber ich kann als Pächterin meine Ideen voll entfalten und wir ergänzen uns wunderbar", so Monique Thesing. Die Nachfrage der Wanderer und Radfahrer in den ersten Monaten habe sie „überrumpelt“, freut sich die Hotelfachfrau und schwärmt zugleich von ihren Gästen wie von der Lahnregion: „Wir bewirten liebenswürdige Menschen mit dem Hang zur Natur, miteinem hohen Ruhebedürfnis und mit großem Interesse an unserem kulturellen Angebot“. Monique Thesing sieht ihr Haus am Goetheberg in doppelter Hinsicht als Familienhotel, familiär geführt und für Familien, die Obernhof und die Lahnregion entdecken und genießen wollen. Genau in diese Richtung, und damit ergänzen sich die Aktivitäten in Obernhof auf ideale Weise, zielt das geplante „Lahn.Wein.Zentrum“ und der gleichnamige Verein.

Der Lahn.Wein.Zentrum e.V., führte Vereinsvorsitzender Matthias C. Schmidt aus, will sich für die Zukunftsentwicklung des Weinbaus an der Lahn durch ein Kompetenz- und Informationszentrum mit einer angeschlossenen Vinothek und Regiothek einsetzen. Ein Schwerpunkt liege auf dem Steillagen-Weinbau. Eine schier unerschöpfliche Ideenvielfalt verbirgt sich hinter der Initiative: Über klassische Präsentation, Verkostung und Vermarktung, Weinkultur inszenieren, Ökologie und Ökonomie nachhaltig stärken, regionale Produkte mit Bezug zum Wein anbieten, bis hin zu einer Bündelung der Weinbaukompetenz, welche die örtlichen Winzer aus Obernhof und Weinähr verkörpern, reicht die Palette der Vorhaben, abgerundet durch ein breites Informationsangebot, auch in digitalisierter Form, aber nicht nur in Gestalt moderne Technik. „Wir sehen insbesondere die Winzer, ihre Betriebe und alle in der Region am Weinbau Beteiligten als lebendes und lebendiges Informationsnetzwerk zum Weinbau an der Lahn an“.

Um die ambitionierten Aufgaben umsetzen zu können, werden zurzeit Fachmessen besucht und zahlreiche Kontakte geknüpft. Große Erwartungen setzt man in die Flurbereinigung, die für eine nachhaltige und zukunftsfähige Strukturierung des Weinbaus notwendig ist. Das „Lahn.Wein.Zentrum“ ist im LEADER-Programm, einem europäischen Förderprojekt, und wird durch Landrat Frank Puchtler und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rhein-Lahn-Kreises unterstützt.


Der SPD-Kreisvorsitzende Mike Weiland wies nach den beeindruckenden Vorträgen darauf hin, dass im Rhein-Lahn-Kreis, gemessen an anderen Landkreisen in Rheinland-Pfalz, gefühlt viel zu wenig Dorferneuerungsmittel abgerufen würden. Er wolle Gemeinden ermuntern, sich beim Land als Dorferneuerungsgemeinden zu bewerben und, wenn sie als solche anerkannt seien, Projektmittel zu beantragen. Landtagsabgeordneter Jörg Denninghoff zeigte sich froh und dankbar für das Engagement vor Ort. Herbert Baum begrüßte für den SPD-Gemeindeverband die positiven Effekte für die Wirtschaftskraft in der Region. Dazu passend kündigte Monique Tesing an, dass in ihrem Hotel im nächsten Jahr weitere Stellen entstehen werden.

 

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