Einricher Sozialdemokraten

SPD wählt neuen Kreisvorstand und kündigt „Gigabit Rhein-Lahn-Kreis“ als neues Pilotprojekt an

Pressemitteilung

Mike Weiland einstimmig wiedergewählt; mehr junge Leute sollen Verantwortung übernehmen

Mit 100 % der Delegiertenstimmen ist SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland beim diesjährigen Kreisparteitag eindrucksvoll im Amt bestätigt worden. „Kümmern, gestalten und kämpfen“, so lautet sein Erfolgsrezept. Beim Kreisparteitag sprechen die Delegierten der Ortsvereine zudem allen weiteren alten und neuen Vorstandsmitgliedern jeweils mit über 90 % der Stimmen ihr Vertrauen aus. Neben einer Einstimmung auf die in zwei Jahren bevorstehende Kommunalwahl betrachten die Genossen noch einmal die bundesweit gescheiterte Bundestagswahl. Wunden lecken war hier angesagt, obwohl Weiland beim Blick auf die Ergebnisse im Rhein-Lahn-Kreis dennoch optimistisch ist: Der Bundestrend habe die SPD nur auf Platz 2 kommen lassen, dennoch habe man im Landkreis in beiden Wahlkreisen überdurchschnittlich gute Ergebnisse im Vergleich zu Koblenz, Westerwald und Mayen-Koblenz eingefahren, die ebenfalls zu den Wahlkreisen gehören. „In zwei Jahren sieht das bei der Kreistagswahl, wenn es um die Themen der Region und um unsere bekannten Köpfe geht, wieder anders aus“, macht er den Genossinnen und Genossen Mut. Und Mike Weiland motiviert die SPDler, sie sollten offen sein für neue Veranstaltungsformate, die die Menschen mehr ansprechen.

Doch was macht die Rhein-Lahn-SPD richtig, um den Wähler zu überzeugen? Dies ist eine der zentralen Fragen des Kreisparteitags mit Blick auf die Kommunalwahl. SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz, der die Leitung der Konferenz hatte, erklärt: „Hier im Rhein-Lahn-Kreis ist Politik persönlich, die Leute sprechen ihre politischen Vertreter auf der Straße an und kommen mit ihren Problemen zu ihnen. Diese hören zu und setzen sich aktiv ein. Die Wege für den Bürger sind kurz, und die SPD Rhein-Lahn sticht dabei besonders hervor.“ Mike Weiland an der Spitze des Kreisverbands sei zudem ein „Kämpfer“. „Er geht Probleme an und setzt enorm viele Projekte um. Dabei legt Mike Weiland eine enorme Schlagzahl vor und reißt die Genossen mit“, erklärt Landrat Frank Puchtler.

In zwei Foren mit den Bundestagsabgeordneten Gabi Weber und Detlev Pilger bot die Kreis-SPD vor dem Parteitag Runden zur Aufarbeitung des Bundestagswahlergebnisses. Als Fazit räumt Weiland selbstkritisch ein, dass zukünftig die Arbeit zwischen den Abgeordneten der Wahlkreise und dem Kreisverband enger verzahnt sein müsse, und dass die SPD während der nächsten Jahre, um auch zukunftsfähig zu bleiben, eine Verjüngungskur fahren müsse. In letztem Punkt agiert Mike Weiland seit 2014 bereits sehr erfolgreich. Gemeinsam mit der SGK Rhein-Lahn habe er im letzten Jahre das Mentoringprogramm gestartet, bei dem junge Nachwuchskräfte an die Aufgaben der Kommunalpolitik herangeführt werden. Einige der Teilnehmer dieses Programms haben bereits Verantwortung in Ortsvereins-, Gemeindeverbands- oder Juso-Vorständen Verantwortung übernommen oder sollten im späteren Verlauf des Parteitags sogar in den Kreisvorstand gewählt werden. „Am besten lernen junge Leute, wenn man ihnen Verantwortung überträgt und sie aktiv mitgestalten lässt“, erklärt Mike Weiland. „Wichtig ist, dass wir älteren ihnen die Chance dazu geben und ihnen die entsprechenden Aufgaben übertragen. Deshalb freue ich mich umso mehr über die neue Zusammensetzung des neuen Vorstands.“ Vor allem aber animiert Mike Weiland auch die Ortsvereine und Gemeindeverbände, bei der Aufstellung der Kommunalwahllisten jungen Menschen eine Chance zu geben und auch dort Mut zu haben. Die Kreispartei werde das für die Kreistagswahl mit erfolgsversprechenden Listenplätzen für junge Bewerberinnen und Bewerber als Vorbild machen, versicherte er weiter.

Bis zur Kommunalwahl 2019 ist jedoch noch einiges zu tun. Es gibt nach Ansicht der SPD noch viele Projekte in der Region, bei denen es etwas zu verändern gilt. Der Breitbandausbau ist fast abgeschlossen. Verkehrsinfrastruktur, Kindertagesstätten, Bildung, Tourismus, Wirtschaftsförderung  und Mobilität will man weiter angehen. „Wir müssen mit der Weiterentwicklung all dieser Bereiche Standortmarketing im besten Sinne des Wortes für den Kreis betreiben. Die BUGA 2031-Idee von Roger Lewentz sei nicht nur ein riesiges Mittelrheinstrukturprogramm, auf das es zuzugreifen gelte, es sei seitens des Landes von der Finanzierung her noch dazu sehr fair. Lärm- und Störquellen im Rheintal und nicht zuletzt das Thema Mittelrheinbrücke, um die man weiterhin kämpfen wolle, seien nur einige der Baustellen, bei denen man aber auch weiter anpacken werde, wie Weiland verspricht: „Ich freue mich riesig über mein Wahlergebnis – aber, und da könnt ihr sicher sein, sehe es auch als Ansporn und Auftrag, so weiterzumachen, wie bisher: Ich werde mich weiter aktiv einsetzen, und die Rhein-Lahn-SPD antreiben, für unsere Heimat zu kämpfen.“

Der Kreisvorsitzende kündigt an, die SPD werde in Kürze einen neuen Antrag in die Kreisgremien einbringen: „Gut ist uns in Bezug auf die Breitbandversorgung nicht gut genug. Wir müssen auf das erste Pilotprojekt ein nächstes draufsetzen.“ Daher wird die SPD ein neues Pilotprojekt auf den Weg bringen mit der Forderung nach dem Gigabit-Rhein-Lahn-Kreis, der digitale Infrastruktur von Übermorgen bringen und damit Unternehmen und Menschen als weiteren wichtigen Standortfaktor zum Leben im Rhein-Lahn-Kreis unterstützen soll.

 

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